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Premiere - Tegelbergbahn wird aus der Luft evakuiert




Ein Hubschrauber des Lufttransportgeschwaders 61 aus Penzing nähert sich am Mittwoch den 5.Oktober 2005 gegen 16.00 Uhr der Tegelbergbahn Talstation, drei Luftretter der Bergwacht steigen ein und kurz darauf werden sie mittels Seilwinde zu der nur ca. 100 Meter vor der Talstation festsitzenden Kabine 1 der Tegelbergbahn abgelassen. Auf dem Kabinendach angekommen steigen die Bergretter über die Dachluke zu den Fahrgästen in die Seilbahnkabine und legen diesen die Gurte an. Kurz darauf werden die ersten zehn Personen über das Dach mit dem Hubschrauber evakuiert, bevor die restlichen Fahrgäste über die nur einen Spalt geöffnete Kabinentür evakuiert werden. Die letzten, die die Kabine verlassen sind die Luftretter der Bergwacht und der Kabinenführer der Tegelbergbahn.

 

Diese Szene spielte sich am gestrigen Mittwoch im Rahmen einer Ostallgäu weiten Hubschrauberübung ab. Die Einsatzleiter und Luftretter der Bergwachtbereitschaften aus Füssen, Nesselwang und Pfronten übten erstmals in der Geschichte der Bergwacht im Ostallgäu eine solch aufwendige Rettung von Personen aus einer Seilbahnkabine in dieser Größe. Hand in Hand müssen hier Bergretter und Hubschrauberbesatzung des LTG 61 aus Penzing arbeiten um besonders mit dem Windenseil des Hubschraubers keinen Kontakt um Tragseil der Seilbahn zu haben. StFw Jürgen Herrmann vom LTG 61 sprach von einer „reibungslosen und guten Zusammenarbeit.“ „Diese Einsatzabläufe und das sichere Arbeiten am Hubschrauber müssen immer wieder geübt werden, dass der Bergretter im Ernstfall die nötige Sicherheit und Souveränität mitbringt. Möglich sind solche aufwendigen und kostspieligen Übungsabläufe nur aufgrund der engen Zusammenarbeit der Bergwacht mit der Tegelbergbahn, die hier mit großem Wissen hinsichtlich der Seilbahntechnik und einem enormen Personalaufwand über drei Stunden zur Verfügung stand. „Ich freue mich in der Bergwacht einen Partner zu haben, auf den wir uns bei solchen Rettungen verlassen können, “ meinte Franz Bucher, der Geschäftsführer der Tegelbergbahn.  Alle Beteiligten lernten durch diese Übung ihre Grenzen und Möglichkeiten im Bergrettungsbereich und im Besonderen bei der Seilbahnbergung neu kennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 




11.August 2005 - Absturz am Branderschrofen



Polizeihubschrauber aus Roth bei der Mithilfe für die Bergwacht Füssen am Tegelberg

Ein 76-Jähriger Bergsteiger stürzte an der Branderschrofen Südseite ab, als er versuchte seinem Hut hinterher zu steigen. Beim Absturz verletzte er sich am Kopf so schwer, dass er trotz schneller Hilfe durch andere Bergsteiger und die herbeigerufene Bergwacht Füssen mit dem Rettungshubscharuber Christoph Murnau noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen erlag. Mit Hilfe des Polizeihubschraubers aus Roth wurde der tödlich verunglückte Bergsteiger aus dem schwer zugänglichen Schrofengelände heraus geflogen.

 

 

 

 

 




August 2005 - Zwei Viehbergungen



Das "glückliche Vieh" auf dem Weg ins Tal nach Schwangau. Versorgt und eingehängt ins Bergenetz durch die Bergwacht Füssen.

Nicht nur Menschen rettet die Bergwacht Füssen, sondern hin und wieder kommt es auch vor, dass Tiere gerettet werden müssen. So kam für das erste Jungvieh, was im Bereich der Hochplatte abstürzte, leider jede Hilfe zu spät. Das tote Tier wurde mittels Viehbergenetz und Lastenhubschrauber aus dem Bereich der Roggentalgabel abtransportiert. Eine Woche später verstieg sich ein "Schumpen" am Dürrenberg im Gipfelbereich in steilem Latschengelände derart, dass er selbstständig nicht mehr ins Tal absteigen konnte. So kamen die Bergretter aus Füssen erneut zum Einsatz und stiegen zu dem in der Klemme sitzenden Tier auf. Nach Anlegen des Viehbergenetzes wurde es mit einem Lastenhubschrauber aus dem Oberallgäu in die Bleckenau geflogen und konnte sich von dem Schreck im heimischen Stall in Schwangau erholen.

 

 




16. Juli - Verstiegener Bergsteiger am Tegelberg ...


 Das hochsommerliche Wetter lockte in den vergangen Tagen zahlreiche Alpinsportler in die Berge. So war die Bergwacht Füssen in den letzten Tagen mehrmals unterwegs - an manchen Tagen sogar zeitgleich zu mehreren Einsätzen. Am Donnerstag (14. Juli) erlitt ein 61-Jähriger Bergsteiger am Schutzengelweg im Bereich Rohrkopf einen Herzinfarkt. Der unmittelbar nach Alarmierung mit dem Rettungshubschrauber Christoph 17 eingefolgene Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Zeitgleich brach sich ein 50- Jähriger Belgier das Sprunggelenk, ebenfalls im Bereich der Wanderwege des Tegelbergs. Gegen Abend mussten die Bergretter von Füssen dann noch einen Gelitschirm aus den Bäumen am Buchenberggipfel bei Buching bergen. Am Freitag (15. Juli) stürtzte an der Tegelberg-Ostrampe ein 31-Jähriger Gleitschirmflieger aus Peiting ab. Die Bergretter aus Füssen übernahmen mit dem Notarzt des Rettungshubschraubers RK 2 aus Reutte die Versorgung und den Abtransport des verletzten Gleitschirmpiloten.

Am Samstag (16. Juli) ging beim Einsatzleiter der Bergwacht Füssen ein Notruf eines Bergsteigers ein, der sich in den Südflanken des Tegelbergs verstiegen hatte. Nach genauer Abklärung des Einsatzortes per Handy, war schnell klar, dass das Absturzgelände am schnellsten per Hubschrauber erreicht werden kann. Ein Bergretter der Bergwacht Füssen flog in das weglose Gelände und machte schon bald den schlecht ausgerüsteten und erschöpften Bergsteiger aus. Mittels Polizeihubscharuber Edelweiß 8 aus Roth konnte der Bergretter zur Einsatzstelle abgelassen werden. Nach einem Patientencheck war klar, dass der 35 Jähriger aus München unverletzt ist. Mittels Winde wurden Retter und verirrter Bergsteiger aufgenommen und ins Tal geflogen. Der Bergsteiger war lediglich mit Tunschuhen ausgestattet.

 

Tipp: Gute und zweckmäßige Ausrüstung erhöht die Sicherheit und den Spaß beim Bergsteigen !




3. Juni 2005 Gleitschirmabsturz Barnderschrofen N-Wand


Am 3. Juni stürzte gegen 14.00 Uhr ein 50 jähriger Gleitschirmflieger nach dem Start an der Westrampe des Tegelbergs in die Branderschrofen Nordwand ab. Der sofort an der Unfalstelle eintreffende Bergretter vom Tegelberg informierte den Einsatzleiter der Bergwacht Füssen über den Allgemeinzustand des schwer verletzten Patienten und sicherte diesen in dem Absturzgelände. Der Einsatzleiter ließ mittels Hubschrauber einen weiteren Bergretter und den Notarzt mittels Hubschrauber und Bergetau an die Unfallstelle bringen. Bei den Taumanövern ging von dem unmittelbar über der Unfallstelle befindlichen Drahtseil der Lawinensprengbahn eine potentielle Gefahr für die Luftreter aus. Der Gleitschirmpilot wurde versorgt und anschließend mittels Tau und Bergesack geborgen und ins Krankenhaus nach Murnau geflogen.

 

 

 

 

 




24. Februar 2005 - Bergretter bergen tote Frau am Alpsee



Am Donnerstagabend (24.02.2005) wurde der Einsatzleiter der Bergwacht Füssen von der Rettungsleitstelle Kempten alarmiert und ein Skidoo für eine bewustlose Person am Alpseerundwanderweg vom Rettungsdienst nachgefordert. Der Einsatzleiter schickte einen Bergretter zur Tegelbergbahn, um dort auf derern Skidoo umzusteigen. Während der Anfahrt zum Alpsee wurde das Meldebild korrigiert und die aufgefundene Person war bereits tot. So trafen sich Skidoo und Geländewagen am Alpsee um dann per Skidoo und Akja die seit mehreren Tagen dort liegende tote 63 - jährige Frau in der Dunkelheit zu bergen. Beispielhaft war hier die Kooperation zwischen Polizei, Rettungsdienst, Bergwacht und der Tegelbergbahn.