Altweibersommer - Nachteinsatz 16.10.2004

In der Nacht von Samstag auf Sonntag waren die Bergretter der Bergwacht Füssen und der Bergwacht Kaufbeuren bis gegen Mitternacht unterwegs um drei in Bergnot geratene Bergsteiger auf der Südseite des Tegelbergs zu retten.
Gegen 21.30 Uhr wurde der Einsatzleiter der Bergwacht Füssen alarmiert. Nach Mitteilung der Rettungsleitstelle haben sich drei Bersteiger im Bereich Tegelberg verstiegen und sind in der Dunkelheit orientierungslos. Ein Bergsteiger konnte vom Einsatzleiter telefonisch auf seinem Handy zurückgerufen werden. In einem fast 15-Minütigen Telefongespräch klärte Einsatzleiter Manfred Keller die genaue Situation und den Standort der drei Bergsteiger ab.
Die zwei Israelis und ein Deutscher machten sich gegen 17.15 Uhr vom Teglberg in Richtung Tal auf den Weg. Der anfänglich von den Bergsteigern beschriebene Abstieg nach "Osten" kristallisierte sich schnell als Gratwegabstieg in Richtung Westen heraus. So wurde der primäre Suchbereich auf den Bereich Gratweg eingeschränkt. Im weiteren Telefongespräch wurde abgeklärt ob ein Bach zu hören ist. Nach einem eindeutigen "Ja" konnte sichergestellt werden, dass die Bergsteigergruppe den Gratweg in Richtung Süden zur Pöllat hin verlassen haben muss. Die Bergretter der Bergwacht Kaufbeuren machten sich aus der Bleckenau auf den Weg in Richtung Gratweg. Schon bald bekamen sie Rufkontakt zu den Verstiegenen, die in weglosem winterlichen Steilgelände festsaßen. Die zweite Rettungsmannschaft der Bergwacht Füssen musste nicht mehr aus dem Depot ausrücken.
Nur der Disziplin der Bergsteiger, ihren Aufenthaltsort im Gebirge nicht zu verlassen und der detaillierten Abklärung des Einsatzortes ist es zu verdanken, dass die drei Bergsteiger nach zwei Stunden unverletzt aber erschöpft gerettet werden konnten.
Die Bergwacht weist darauf hin, dass in den Bergen bereits winterliche Verhältnisse herrschen. Kleidung und Ausrüstung müssen ebenso darauf abgestimmt sein wie die Zeitplanung einer Tour. 

 INFO

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|  Toyota Landcruiser (136 PS/6 Zylinder /4,2 l) Wüstenversion
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Ab sofort sind wir mit einem neuen Geländewagen in den Bergen unterwegs um Menschen zu helfen ! 

 19.09.2004

Das wunderschöne Bergwetter brachte der Bergwacht Füssen viel Arbeit ein.
Mehrmals musste die Bergwacht Füssen an diesem Herbstwochenende ausrücken um verletzen oder in Bergnot geratenen Bergsteigern zu helfen.
Am Säuling - Oststeig befand sich ein Bergsteiger in Bergnot. Im Grüble am Tegelberg wurde eine Bergsteigerin mit Sprunggelenkverletzung versorgt und via Gebirgstrage ins Tal gebracht. Am Buchenberg musset ein Gleitschirm aus den Bäumen geborgen werden und gegen Abend wurde noch ein Amerikaner am Gratweg im Bereich Fotografenköpferl aus felsdurchsetztem Steilgelände gerettet. Am späten Abned wurde dann noch eine Vermisstensuche nach einem Tourist im Bereich Bleckenau / Tegelberg eingeleitet, die aber nach kurzer Zeit erfolgreich beendet wurde. 

 3.09.2004

Glück im Unglück hatte diese Gleitschirmpilotin, die mit ihrem Sportgerät in den Seilen der Rettungsgondel an der Tegelbergbahn in Schwangau hängen blieb. Mit einer professionellen zweistündigen Rettungsaktion konnten Seilbahnbedienstete die Pilotin mit einem "blauen Auge" in die Kabine der Tegelbergbahn holen. Die Bergwacht Füssen stand helfend zur Seite.


 17.08.2004

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|  Rettungshubschrauber RK 2 aus Reutte
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Bei einer Bergtour in den Ammergauer Bergen stolperte eine 43-jährige Bergsteigerin auf dem Prinzregent Max Steig auf der Gabelschrofennordseite im Bereich des Gabelschrofenbaches und stürzte dabei einige Meter in die Tiefe. Der Ehemann alarmierte über die Rettungsleitstelle die Bergwacht. Nach Abklärung des Einsatzortes und der Unfallsituation durch den Einsatzleiter der Bergwacht Füssen, war klar, dass hier schnelle Hilfe nötig ist. Mittels dem Rettungshubschrauber aus Reutte wurde ein Bergretter in die Nähe der Unfallstelle geflogen. Beim Anflug erkannte der Bergretter, dass sich die Frau aus eigener Kraft an einem Felskopf festhielt und drohte weiter abzustürzen. Die Bergrettung wurde zu der Frau hinabgesichert und sicherte diese dann vor einem weiteren Absturz mittels Seil und Schlingen. Nach der Bergung der leicht verletzten Bergsteigerin wurde diese vom Weg mittels Tau geborgen. Der Ehemnann wurde ebenfalls mit dem Rettungshubschrauber ins Tal gebracht. 
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 Auto stürzt am Schloß Neuschwanstein ab - 10.Juni 2004

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|  Das Unfallfahrzeug wurde durch einen Baum vor einem weiteren Absturz bewahrt
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Eine 26-jährige PKW-Lenkerin fuhr vor den Toren zum Schloß Neuschwanstein am Schloßberg bei Hohenschwangau mit ihrem Auto rückwärts und stürzte dabei rund 70 Meter in die Tiefe. Während der ungewollten Fahrt durch das Steilgelände stürzte sie über eine 20 Meter hohe Felswand. Ein weiterer Absturz wurde durch einen Baum verhindert, der das Fahrzeug aufhielt. Bergretter und Rettungsgerät wurden mit dem CH - Murnau an die Unfallstelle geflogen. Mit der Unteterstützung durch den SAR - Hubschrauber aus Penzing wurde Rettungsgerät geflogen. Parallel dazu arbeitete ein Bodentrupp an der Absicherung der Unfallstelle. Die Feuerwehr Schwangau leuchtete die Unfallstelle aus und das Technische Hilfswerk Füssen übernahm am Folgetag mit der Bergwacht die Bergung des Unfallfahrzeuges. Die aufwendige Sicherung des Unfallfahrzeuges, um anschliessend die schwer verletzten Patientin versorgen zu können, dauerte bis nach Mitternacht.


 Traumhaftes Bergwetter am Pfingstwochenende - Einsatz am Säuling

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|  Präzisionsarbeit - "Operator" an der Winde mit Blick zum Bergretter und Patienten.
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Traumhaftes Bergwetter am Pfingstwochen- ende ließ zahllose Bergsteiger in die Ammergauer Berge strömen. So hatte auch die Bergwacht ihre Arbeit am sonnenver- wöhnten Samstag und Sonntag. Angenehme Temperaturen und eine gute Sicht lockten die Alpinsportler in ihren Bewegungsraum, die Bergwelt.
So wurde am Samstag ein Bergsteiger mit Herz-Kreislaufproblemen im Bereich Rohrkopf von der Bergwacht versorgt und anschliessend mit der Gebirgstrage und dem Bergwachtfahrzeug ins Krankenhaus Füssen transportiert.
Am Sonntag war der Frühsommertag in den Bergen eigentlich schon zu Ende, als gegen 17.30 Uhr der Einsatzleiter der Bergwacht Füssen alarmiert und ein Absturz über ein Schneefeld am Säuling gemeldet wurde. Sogleich wurde der notwendige Hubschrauber organisiert um schnellstmöglich einen Retter an die Unfallstelle zu bringen. Der Christoph Murnau von der ADAC-Luftrettung flog einen Bergretter aus Kaufbeuren mit Arzt per Seilwinde an die Unfallstelle auf der Säulingnordseite, zwischen "Wiese" und "Leiter". Hier lag der 43 - Jährige Bergsteiger mit einer Sprunggelenkverletzung im felsdurchsetzten Gelände, nachdem er zuvor über ein Schneefeld abgerutscht war. Der Bergsteiger hatte sehr gutes Schuhwerk an - er war insgesamt überdurchschnittlich gut ausgerüstet. Der Verletzte wurde am Knöchel geschient und anschließend mit dem Konggurt in den Hubschrauber gewinscht und mit Arztbegleitung ins Krankenhaus Füssen geflogen.
Dieser Unfall steht wohl für das Restrisiko, welches Alpinsportarten mit sich bringen.
An den Wochenenden ein Rettungsteam am Berg:
Bergrettungswache Füssen
mit der Einsatzleitung und die
Bergwacht Kaufbeuren
mit ihren Bergrettern.


 Tag der Offenen Tür 15.05.2004

Am Tag der Offenen Tür des Roten Kreuzes in Füssen konnten zahlreiche Besucher einer Rettungsübung der Bergwacht Füssen beiwohnen. Dabei wurde eine verunglückte Bergsteigerin von einem Bergretter mit Statikseil übernommen und nach oben gewinscht. Anschließend ging es mit der Gebirgstrage aus luftigen Höhen per Seilbahn auf den Veranstaltungsplatz vor dem Rot Kreuz Haus in Füssen.


 13.05.2004

Am Donnerstag den 13. Mai stürzte am Gratweg zwischen Marienbrücke und Tegelberg eine 65-jährige Frau ab. Sie war mit ihrem Begleiter auf dem Weg zum Schloß als sie den falschen Weg einschlugen. In einer Höhe von ca. 1350 Meter stürzte sie aus unerklärlichen Gründen ca. 35 Meter über einen felsdurchsetzten Grashang auf die Südseite des Tegelbergs. Sofort nach der Alarmierung der Bergwacht Füssen kam ein Bergretter vom Gipfel des Tegelbergs und einer über die Marienbrücke um den genauen Unfallort feststellen zu können. Aufgrund der tiefen Wolkendecke und des Nieselregens konnte nicht geflogen werden. So wurde eine terrestrische Rettung eingeleitet. 11 Mann der Bergrettung Füssen waren mit Statikseilgerät und Gebirgstrage unterwegs um die Frau zu bergen. Begleitet von einem Notarzt und dem Notfallseelsorger. Der Lebensgefährte wurde aus dem Absturzgelände geborgen und medizinisch durch den Notarzt versorgt und psychisch vom Notfallseelsorger betreut. Sehr gut war die Unterstützung durch die Polizei Füssen, die tatkräftig mithalf. 
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 22.04.2004

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|  Christoph 17 im Anflug mit Tau
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Am Donnerstagnachmittag stürzte am Tegelberg im Bereich Helmerkopf ein Gleitschirmflieger ab. Der 45 - jährige Pilot verlor unmittelbar nach dem Start die Kontrolle über sein Fluggerät und stürzte im Bereich der Skipiste am Helmerkopf ab. Dabei zog er sich eine Sprunggelenkfraktur und eine Ellenbogenfraktur zu. Die Bergretter der Bergwacht Füssen versorgten den Piloten bis der Notarzt mit dem Rettungshubscharuber Christoph 17 aus Kempten eintraf.
Bereits am Mittwoch half die Bergwacht bei der Suche nach einem vermissten, suizidgefährdeten Mann aus dem Unterallgäu. Im Bereich Marienbrücke wurde das alpine Gelände großräumig abgeklärt. Am Donnerstag konnten dann die Taucher der Wasserwacht Füssen den Vermissten nur noch tot aus einem Gumpen in der Pöllat bergen. 

 12.04.2004

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|  Christoph Murnau im Anflug mit Einweiser
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In den Ostertagen machte ein unvernünftiges Bergsteigerpärchen der Bergwacht das Leben schwer. Obwohl zwei erfahrene Bergsteiger dem 29 - jährigen Magdeburger und der 21 - jährigen Leipzigerin bereits am Tegelberghaus von dem abendlichen Abstieg über die winterlichen Wanderwege abrieten, machten sich die Zwei trotzdem auf den Weg ins Tal und wählten dabei den alpinen und vereisten Abstieg über die Gelbe Wand. Nach einer Stunde war die Tour zu Ende. Der Bergsteiger verletzte sich am Gesäß. Um 18.45 Uhr riefen sie am Tegelberghaus an. Von dort wurde die Bergrettung Füssen alarmiert und machte sich aufgrund der nahenden Dämmerung mit zwei Teams auf den Weg die beiden zu finden. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit entschied man sich für eine Suche aus der Luft, da auf keinem der begehbaren Wanderwege ein Verletzter zu finden war. Der Einsatzleiter forderte bei der Rettungsleitstelle einen Hubschrauber an. Der ADAC - Hubschrauber aus Murnau überflog das Einsatzgebiet und entdeckte das Bergsteigerpärchen. Mit zwei Windengängen wurden beide aus ihrer durchaus heiklen Situation befreit. Der 29 - jährige wurde ins Krankenhaus Murnau zur operativen Versorgung geflogen. Beide waren nur mit Jeans und Turnschuhen ausgerüstet und hatten lediglich eien leichte Windjacke als Wetterschutz. In dieser Höhe zu dieser Jahreszeit hätte die Nacht sehr ungemütlich werden können. 
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 28.02.2004

 |  | |  Blick vom Tegelberg Richtung Gratweg
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"Rettung aus Bergnot" am Gratweg
In der Nacht von Samstag (28.02.2004) auf Sonntag war die Bergwacht Füssen am Gratweg des Tegelbergs unterwegs um zwei junge Bergsteiger, die in Bergnot geraten sind, aus dem winterlichen alpinen Gelände zu retten.
Die zwei einheimischen Bergsteiger befanden sich auf dem Weg von der Marienbrücke zum Tegelberggipfel als sie bei einbrechender Dunkelheit nicht mehr sicher waren, ob sie noch im Wegbereich sind. Daraufhin verständigten sie über eine Bekannte die Polizei, die wiederum gegen 19.00 Uhr die Bergrettung aus Füssen informierte. Dank einer recht guten Handyverbindung konnten der 19 und der 23-jährige durch Hinterfragen des Einsatzleiters ihren Standort beschreiben und die Bergwacht somit relativ genau den ungefähren Standort ausmachen.
Aufgrund der Dunkelheit und der sinkenden Temperaturen wurden sofort zwei Rettungstrupps zu je drei Mann zum vermutlichen Standort im Bereich am Neideck (Gratweg) geschickt. Eine Mannschaft wurde von der Tegelbergbahn auf den Berg gebracht und rückte vom Tegelberggipfel in über den „alten" und den „neuen" Gratweg an. Mannschaft zwei stieg von der Marienbrücke auf um den Weg von unten abzugehen.
Beide Rettungsteams waren mit Skiern und Verschüttetensuchgerät unterwegs und hatten vor Einstieg in das anspruchsvolle winterliche Gelände die aktuelle Lawinensituation vor Ort abzuklären. Es war klar, nur bei sicheren erhältnissen diese Aktion weiter zu führen.
Gegen 20.30 Uhr hatten die Bergretter erstmals Rufkontakt, nachdem sie zuvor immer wieder über das Einsatzleiterfahrzeug in Telefonverbindung zu den zwei Bergsteigern standen. Aufgrund des schwachen Akkus wurden hier nur knappe und kurze Informationen abgefragt. Um 20.45 Uhr waren die Retter an den zwei Verstiegenen nachdem sie sich durch die hohen Neuschneemassen gekämpft hatten.
Sichtlich erleichtert freuten sich die zwei Bergsteiger über den mitgebrachten Tee und die Müsliriegel der Bergretter. Ein anspruchsvoller Abstieg, bei dem die Bergretter mit Ski eine Spur legten und die zwei Bergsteiger hinterher stiegen, brachte sie um 22.20 Uhr ins Tal an die Marienbrücke, wo zwei vorgewärmte Bergwachtfahrzeuge warteten. Ihrer guten Kondition und ihrer Disziplin, den Anweisungen des Einsatzleiters zu folgen und ihren Standort nicht zu verlassen, haben es die zwei Jungbergsteiger zu verdanken, dass sie ohne große Schäden davon kamen.
Dieser Einsatz hat wieder gezeigt, dass bei einem gut koordinierten Zusammenspiel von Bergrettung, Polizei, Tegelbergbahn und den Frauen der Bergretter (Tee kochen) hier schnell und effektiv gearbeitet werden kann. Gerade bei solch winterlichen Verhältnissen spielt der Faktor Zeit eine große Rolle.
Die Bergwacht empfiehlt: Sobald gesicherte Skipisten und Wege verlassen werden sollte ein Verschüttetensuchgerät (VS-Gerät) getragen werden. Auch im alpinen Gelände ohne Ski. Ebenso gehört zu dieser Ausstattung eine Schaufel und eine Sonde. Skitourengeher führen diese Ausrüstung in der heutigen Zeit als Standard mit sich.



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