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18.10.2003



Ausladen eines Patienten

Bergwacht im Dauereinsatz

 

Nach zwei Wochen Pause sind die Füssener Bergretter wieder im Dauereinsatz. Am Tegelberg gab es am Samstagnachmittag im Bereich des Rohrkopfes sechs Patienten zu versorgen und teilweise abzutransportieren.

 

Um 15.30 Uhr wurde der Einsatzleiter der Bergwacht Füssen, Holger Ebeling, wegen einer Knieverletzung im Bereich Rohrkopf alarmiert. Die ebenfalls diensthabende Bergwacht Kaufbeuren schickte einen Bergretter zu dem 67 Jahre alten Patienten.

Auf dem Weg dort hin begegnete dem Kaufbeurer Bergwachtler 200 Meter oberhalb ein weiterer Patient (58 Jahre) mit einer Knöchelverletzung. Der Einsatzleiter ließ den Bergretter am zweiten Unfallort und war inzwischen selbst bei dem Patienten mit der Knieverletzung, um diese zusammen mit einem Bergretter aus Füssen zu versorgen.

Währenddessen erlitt nochmals 200 Meter weiter oben ein dritter Bergsteiger (60 Jahre) eine Verletzung am Sprunggelenk sowie Kreislaufprobleme. Zur Versorgung dieses Patienten wurde nun eine zweite Mannschaft aus Füssen alarmiert, die mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau den Patienten anflog. Dieser wurde versorgt und ins Krankenhaus Füssen geflogen.

Dann ging es zurück an den Tegelberg, denn dort wartete inzwischen Patient Nummer 4 ( 66 Jahre) mit einer Sprunggelenkverletzung und starken Kreislaufproblemen. Auch er wurde versorgt und mit dem Hubschrauber abtransportiert.

Der erste Patient mit der Knieverletzung wurde anschließend ebenfalls mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Füssen geflogen.

Der Patient mit der Knöchelverletzung wurde von der Bergwacht Kaufbeuren mit der Gebirgstrage zur Drehhütte gebracht und von dort mit dem Bergwachtfahrzeug abtransportiert.

Zwei weitere Bergsteiger, die die Bergwachtler hinkend um Hilfe baten wurden gebeten selbständig an die Rohrkopfhütte abzusteigen, da neun Bergretter alle Hände voll zu tun hatten. Beide meinten, sie würden versuchen selbst ins Tal zu kommen.

 

Dieser Tag endete für die Bergrettungsteams aus Füssen und Kaufbeuren nach einer optimalen Zusammenarbeit um 20.00 Uhr. Stresssituationen wie diese, bei denen es heißt, viele Patienten so schnell wie möglich vom Berg ins Krankenhaus zu bringen, kann ein Bergrettungsteam nur bei optimaler Kooperation und Koordination meistern.

 




19.09.2003




Übung am Hubschrauber

Von der Übung zum Einsatz

In der Mittagszeit wurde der Einsatzleiter Bergwacht Füssen zu einem Fußbruch an den Ahornsattel im Bereich Straußberg geflogen. Eine 62 jährige Bergsteigerin hatte sich das Sprunggelenk gebrochen und wurde mittels Bergetau des Rettungshubschraubers Christoph 17 von der Bergwacht Füssen versorgt und ins Krankenhaus Füssen geflogen.

 

 

Am Nachmittag führte die Bergwacht Füssen in Zusammenarbeit mit der Rettungsflugstaffel der Bundeswehr eine Hubschrauberübung im Bereich Tegelberg durch. Hierbei schulen Bergretter und Hubschraubermannschaft das Zusammenspiel bei einem Windeneinsatz. So wird der Verletzte mittels Seilwinde in den Hubschrauber verfrachtet und so vom Unfallort abtransportiert. Gerade die Kooperation mit den Bergrettern in oftmals steilem Gelände fordert auch die Hubschrauberbesatzung, die ihre Maschine stets am richtigen Ort halten muss, um dann den Bergretter an die Einsatzstelle abzulassen oder aufzunehmen. Diese Verfahren muss von jedem Bergretter immer wieder geübt werden um im Ernstfall sicher und souverän die jeweils neue Einsatzsituation bewältigen zu können.

 

 

Glück im Unglück hatte eine Bergsteigerin mit Kreislaufproblemen, die unterhalb einer Übungsstation der Hubschrauberübung gegen 16.15 Uhr um Hilfe rief. Sogleich flog ein Rettungsteam der Bergwacht Füssen an den Unfallort und konnte unter Mithilfe einer vor Ort befindlichen Ärztin die Patientin versorgen und ins Krankenhaus Füssen fliegen.

 




18.09.2003

Am Nachmittag rückte die Bergwacht Füssen an den Tegelberg aus um an der Skiabfahrt eine erschöpfte 45 jährige Bergsteigerin mit Kreislaufproblemen zu versorgen und mittels Gebirgstrage und Geländefahrzeug abzutransportieren.

 




16.09.2003



Sonnenaufgang überm Tegelberg

Altweibersommer beschert der Bergwacht viel Arbeit

Der Herbst zeigte sich von seiner schönsten Seite und lockte viele Menschen in die Berge. Die Bergretter der Bergwacht Füssen erlebten den Altweibersommer mit einer Hand voll Einsätzen. So verletzte sich ein 57 jähriger Bergsteiger im Bereich Rohrkopf am Sprunggelenk. Die Bergwacht versorgte den Patienten und brachte ihn mittels Gebirgstrage und Bergwacht Geländefahrzeug ins Krankenhaus Füssen.

Noch während dieses Einsatzes erfolgte eine neue Alarmierung, so dass der Einsatzleiter ein zweite Mannschaft mobilisierte und diese mit dem Bundeswehrhubschrauber in Richtung Neideck, am Tegelberg Gratweg, flog. Die Bergretter hatten dort einen unverletzten 54 jährigen Gleitschirmflieger aus einem Baum zu bergen. Das nicht ganz leicht zugängliche Gelände an der Nordseite des Tegelbergs wurde von der Hubschrauberbesatzung optimal angeflogen und die Retter konnten so mit ihrem Baumbergegerät direkt an der Unfallstelle abgesetzt werden um dann den Pilot und den Gleitschirm zu bergen.

 




21.08.2003



Versorgung am Zwischenlandeplatz

Drachenflieger stürzt vom Tegelberg in Steilgelände - schwierige Rettung

Erhebliche Verletzungen hat sich ein 40-jähriger Drachenflieger am Tegelberg bei Schwangau zugezogen. Er war gegen 14.00 Uhr unmittelbar nach dem Start von der Ostrampe möglicherweise wegen einer Windböe abgestürzt.

Dabei zog er sich offene Frakturen an beiden Unterschenkeln, Brust- und Beckenverletzungen, eine Kopfverletzung und evtl. eine Wirbelsäulenverletzung zu.

Problematisch und aufwendig stellt sich die Rettung des Verunglückten dar. Der Absturz erfolgte in sehr steiles Gelände, wobei sich der Drachen in einer Rinne verkeilte. Nach einer Erstversorgung durch den Notarzt des Rettungshubschraubers 'Christoph Murnau' und Mitgliedern der BW-Füssen wurde der Patient am Windenseil zuerst zu einem Zwischenlandeplatz am Helmerkopf geflogen. Dort wurde er vor dem Weiterflug in die Unfallklinik Murnau weiter versorgt.

Die sieben Mann der BW-Füssen bargen anschließend noch den Drachen.

 




16.08.2003

Absturz am Branderschrofen

Im Bergesack und am Bergetau musste ein 60-jähriger Bergwanderer aus den Niederlanden vom Rettungshubschrauber aus steilem Gelände geflogen werden. Er war beim Abstieg vom Branderschrofen im Bereich einer Engstelle gestolpert und durch felsendurchsetztes Grasgelände rund 50m abgestürzt. Der Mann war mit seinem Sohn unterwegs, der nach dem Absturz sofort zu ihm abstieg und Erste Hilfe leistete. Anwesende Bergwanderer alamierten die Rettung.

Einsatzleiter Hannes Bruckdorfer setzte einen zweigleisigen Einsatz in Gang. Zum einen wurden zwei Bergretter und der Notarzt des Rettungshubschraubers RK2 aus Reutte oberhalb der Unfallstelle abgesetzt. Von dort seilte die Bergwacht den Notarzt ab. Parallel rückten zwei Bergretter mit der Tegelbergbahn an.

Nach der Erstversorgung durch den Notarzt und die Bergwacht wurde der Verletzte mit dem Hubschrauber ins Füssener Krankenhaus geflogen. Er hatte sich bei dem Absturz eine Rippenserienfraktur, eine Fraktur des rechten Unterarmes sowie schwere Prellungen und Abschürfungen zugezogen.

 



Bergetaueinsatz




04.01.2003

Schwer verletzten Holzarbeiter mit Winde geborgen

 

Bei Rückearbeiten wurde ein Holzarbeiter im Halblechtal (Bereich Röthenbach) schwer verletzt. Die Bergwacht Füssen wurde von einem zweiten Holzarbeiter alamiert und organisierte die Versorgung und Bergung des Waldarbeiters. Der Rettungshubschrauber RK2 ('Medicopter 117') aus Reutte nahm einen ortskundigen Bergretter auf und konnte so die Unfallstelle sofort anfliegen. Notarzt und Retter wurden mit der Winde zum schwer zugänglichen Einsatzort am Röthenbach abgelassen (40m). Die Bergretter übernahmen mit der Hubschrauberbesatzung die intensive Versorgung des polytraumatisierten Patienten, bevor er mit der Gebirgstrage aus dem unwegsamen Gelände gebracht und anschließend per Winde (50m) in den Hubschrauber gezogen werden konnte. Der Rettungshubschrauber brachte den Patienten in die Unfallklinik nach Murnau.

 



Aufwinschen mit Patient