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27.02.2017

Verstiegene Wanderer im winterlichen alpinen Gelände geborgen

Schwangau / Füssen. Am Donnerstag wurde der Einsatzleiter der Bergwacht Füssen um 17.55 Uhr über zwei verstiegene Wanderer im Bereich Tegelberg von der Leitstelle Allgäu verständigt. Nach Rückruf bei den zwei in Kanada lebenden ägyptischen Urlaubern konnte der Einsatzort schnell lokalisiert werden. Ein Bergretter stieg vom Tegelberghaus zu den Verstiegenen ab und half ihnen durch das winterliche Steilgelände auf der Nordseite des Tegelberg bis auf den Grat hinauf, wo dann zwei weitere Bergretter, die mit dem ATV (Quad) an den Berg fuhren, zu Ihnen kamen. Da die Seilbahn wegen starkem Föhnsturm nicht fahren konnte, mussten die zwei Wanderer die Nacht im Tegelberghaus verbringen. Eine Fahrt mit dem ATV inklusive Patienten über die sehr weiche Skipiste ins Tal wäre zu riskant gewesen.

Die zwei Kanadier wählten den Weg von der Marienbrücke auf den Tegelberg. Als sie nordseitig in den Schnee kamen stießen sie an Ihre Leistungsgrenzen und waren schnell erschöpft und wählten eine Abkürzung in Richtung beleuchteter Bergstation. Nur mit Halbschuhen ausgerüstet hatten beide sehr viel Glück und waren sichtlich froh als sie gegen 20 Uhr mit Ihren Rettern am Tegelberghaus eintrafen.

„Das winterliche alpine Gelände erfordert derzeit große Erfahrung in Sachen Tourenplanung und Lawinengefahr. Auch wenn es in den Tallagen kaum noch Schnee hat, so herrscht in den Bergen Winter. Wer zu spät aufbricht ist schnell in der Dunkelheit unterwegs.“