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06.02.2018

Risikomanagement im Skitourengebiet der Bleckenau

 

Schwangau / Füssen. Auch Bergretter müssen sich ständig mit der aktuelle Lawinensituation auseinandersetzen, um im Ernstfall während eines Einsatzes die aktuelle Lage beurteilen zu können und sich entsprechend situativ zu verhalten. So starteten die Bergretter der Bergwacht Füssen am vergangenen Sonntag aus der Bleckenau aus zu einer Skitour mit dem Schwerpunkt Risikomangement im winterlichen alpinen Gelände. Jedes Team lief einen anderen Gipfel an, um so auch den jungen Bergrettern und Bergretterinnen das Dienstgebiet mit all seinen kleinräumigen Bereichen näher zu bringen und die Ortsnamen aus der Karte im Gelände realistisch vor Ort zu sehen. Die 18 Teilnehmer wurden in den Morgenstunden von der Bergwacht Kaufbeuren, die Dienst hatte, geshuttelt und starteten dann in Richtung Ahornhüttle, Ahornsattel, Kreuzspitze und Ochsenälpeleskopf, Hochblässe und Roggentalgabel. Immer wieder wurden die Flurnamen angesprochen, die im Einsatzgeschehen trotz aller GPS-Technik immer noch eine entscheidende Rolle beim Auffinden eines verunfallten Bergsteigers spielen, gerade dann, wenn der Unfallort telefonisch erarbeitet wird.

Während der Tour wurde neben einer risikominimierenden Spuranlage im Gelände auch in die Schneedecke geschaut und das Wissen rund um den Schneedeckenaufbau und die darin eingelagerten Schwachschichten erweitert. Mit einem Blocktest die Schwachschicht gesucht und das Entdeckte mit den Informationen aus dem Lawinenlagebericht reflektiert. Abschließend kehrten alle noch im Berggasthaus Bleckenau zu einer Brotzeit ein.