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18.11.2017 Bergwacht Füssen / TH

Große Einsatzübung in anspruchsvollem alpinen Gelände am Tegelberg

Schwangau / Füssen. Die etwas ruhigere Einsatzzeit nutzen die Füssener Bergretter um sich für den kommenden Sommer fit zu machen. Ein besonderer Einsatzbereich ist die Rettung von verstiegenen oder erschöpften Bergsteigern aus den alpin anspruchsvollen Wegen in den Ammergauer Bergen. Nicht immer kann ein Hubschrauber bei der Rettung aus Bergnot eingesetzt werden, vor allem dann nicht, wenn die Dunkelheit eingebrochen ist oder aber das Wetter nicht mitspielt. So wurde das Retten von unverletzten Bergsportlern durch die Begleitung und Betreuung 1 : 1 durch einen Bergretter am kurzen Seil bei Dunkelheit und widrigen Wetterbedingungen trainiert. Dabei bekommen die „Verstiegenen“ einen Helm aufgesetzt und werden mit Klettergurt und Bergseil angeseilt. So geht es dann vom Bergretter begleitet ins Tal. An kritischen Punkten kann der Retter das Seil zusätzlich sichern, ansonsten führt er den Bergsteiger am sehr kurz gehaltenen Seil im Gehgelände.

„Die Fähigkeit, Menschen so aus der Notlage zu befreien muss intensiv geübt werden, denn der Umgang mit dem „kurzen Seil“ zählt zu den anspruchsvollsten Rettungstechniken im alpinen Gelände, da der Retter stets konzentriert sein muss und den zu rettenden Bergsteiger immer im Auge hat.“ Dazu muss er ganz klare Anweisungen zum Gehen und Treten geben sowie motivierend auf den „Verstiegenen“ einreden. Während des gesamten Rettungseinsatzes steht die Eigensicherung ganz vorne an.