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10.12.2020

Einsatz am Zwölf-Apostel-Grat

Schwangau - Säuling:

Zwei Bergsteiger mussten am frühen Montagabend bis in die späte Nacht von der Bergwacht Füssen aus Bergnot gerettet werden.

Die beiden jungen Männer aus dem Großraum München waren auf dem Zwölf-Apostel-Grat zwischen Pilgerschrofen und Säuling unterwegs. Die sehr winterlichen Verhältnisse in dieser Höhenlage und die rasch einsetzende Dunkelheit veranlasste die beiden, kurz vor dem Säuling, die Tour abzubrechen. Sie seilten sich durch sehr steiles und felsdurchsetztes Gelände nach Norden ab. Bei der Abseilaktion verklemmte sich ein Knoten am Abseilstand und die beiden steckten in der Wand fest.

Mittels Notrufapp verständigten sie die Integrierte Leitstelle Allgäu welche um 17:00 Uhr die Bergwacht Füssen alarmierte. Ein Rückruf bei den beiden ergab, dass sie zwar unverletzt sind – aber nicht mehr weiterkommen.

Der Versuch, die Bergsteiger mit einem nachtflugtauglichen Hubschrauber aus Liechtenstein mittels Rettungswinde und zwei Bergrettern der Bergwacht Füssen zu retten, scheiterte aufgrund des böigen Windes.

Der Einsatzleiter der Bergwacht entschied zeitgleich eine Fußmannschaft zur Unglücksstelle aufsteigen zu lassen.

In einer alpinistisch höchst anspruchsvollen Aktion konnten die beiden frierend – aber glücklich gerettet werden. Der Einsatz wurde nach 7 Stunden gegen 1 Uhr in der Nacht beendet.

Erschwerend kam hinzu, dass aufgrund der Covid 19 Maßnahmen möglichst wenig Einsatzpersonal eingesetzt werden sollte, dennoch waren 12 Einsatzkräfte in verschiedenen Gruppen mit unterschiedlichen Aufgaben, wie die eigentliche Rettung, die Ausleuchtung am Berg, die Zubringung von Material an die Einsatzstelle, der terrestrische Transport und die Einsatzleitung notwendig.

Die schlüssigen Maßnahmen der Bergwacht Bayern, hinsichtlich die nötigsten Übungen durchzuführen, sowie Schutzmaßnahmen für verschiedenste Einsatzszenarien umzusetzen, hat sich sehr gut bewährt.