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30.08.2019 Bergwacht Füssen / Settele F.

Tragischer Drachenflieger-Unfall am Tegelberg

Füssen/Schwangau - Tegelberg:

Am frühen Nachmittag des 28.08.2019 wurde der Einsatzleiter der Bergwacht Füssen über die Integrierte Leitstelle Allgäu alarmiert. Gemeldet war ein Tandem-Drachenflieger-Absturz im Bereich der Nord-/Nordwest-Startrampe am Tegelberg. Unmittelbar nach dem Start kippte das Fluggerät seitlich ab, verlor an Höhe, schlug nach ca. 50 m auf einen 20 m tiefer liegenden Wanderweg auf und kam anschließend im darunterliegenden Steilgelände zum Liegen. Aufgrund der ersten Informationen wurde vom Einsatzleiter ein Rettungshubschrauber angefordert und eine Rettungsmannschaft der Bergwacht Füssen machte sich mit der Tegelbergbahn auf den Weg zur Einsatzstelle. Schon kurz nach der Alarmierung waren bereits zwei Bergretter der Bergwacht Füssen und Kaufbeuren vor Ort, die sich im Bereich der Bergstation aufhielten und sofort medizinische Hilfe leisten konnten. Für den 55-jährigen Piloten kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er war durch den Aufprall vermutlich sofort tot. Seine 19-jährige Tochter, die ihn bei diesem Flug begleitete, wurde schwerverletzt mit Hilfe des Rettungshubschraubers RK2 vom Notarzt erstversorgt und aus dem Steilgelände geborgen. Sie wurde nach einer Zwischenlandung im Tal weiterversorgt und dann weiter in eine Klinik geflogen.

Anschließend wurde der Leichnam des Piloten und das Fluggerät mit Unterstützung der alpinen Einsatzgruppe der Polizei geborgen und mit der Bahn ins Tal gebracht. Ein zusätzlich angeforderter Hubschrauber der Polizei, der an der Bergrettungswache auf Abruf bereitstand, wurde hierfür nicht mehr benötigt.

Die Angehörigen der Verunfallten wurden durch das Kriseninterventionsteam (KIT) der Bergwacht betreut.

Der Einsatz, bei dem 10 Bergretter der Bergwacht Füssen und Kaufbeuren, 3 Mitglieder des Kriseninterventionsteams der Bergwacht, 4 Beamte der Polizeiinspektion Füssen sowie 2 Beamte der alpinen Einsatzgruppe der Polizei beteiligt waren, endete nach ca. 5 Stunden.