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24.09.2020

Bergrettungseinsatz auf Viehweide

Füssen - Weissensee / Waldgebiet:

Die Alarmierung der Bergwacht Füssen erfolgte gegen 19 Uhr, zusammen mit dem Probealarm, so dass erst mal nicht klar war, Einsatz oder Alarmierungstest?
Einsatzort: im Wald zwischen Oberkirch und Rossmoos
Meldebild: Beinverletzung mit starken Schmerzen nach Flucht vor wilden Stieren

Zwei Bergretter konnten sehr schnell nach der Alarmierung an der Wache sein und machten sich mit dem Rettungsfahrzeug auf in Richtung Einsatzort.
Der Einsatzleiter Bergwacht vermutete einen landwirtschaftlichen Weg den die 3 Bergretter und der dazugerufene Notarzt nun über einige Weidezäune hinweg folgten.
Zunächst ohne Erfolg.
Die Retter versuchten Rufkontakt herzustellen, jedoch zunächst ohne Erfolg.
Ein Rückruf an der Unfallstelle ergab, dass sie uns hören, jedoch nicht laut antworten wollen, vor Angst wieder von den „Stieren“ angegriffen zu werden.
Nach Überzeugungsarbeit des Einsatzleiters gaben sie doch einmal an und die Beiden konnten lokalisiert werden.
Etwa 500 m Talwärts machten sich Bergretter und der Notarzt durch Wald, Kuhherden, Zäune, Moor und über Bäche in der Dunkelheit auf zur Unfallstelle.
Glücklicher Zufall war, dass zwei um ihr Vieh besorgte Landwirte den Einsatz mitbekommen haben und an die Einsatzstelle kamen.
Auf bitte der Bergwacht Füssen zeigten sie den nachrückenden Einsatzkräften den richtigen Fahrweg zur Unfallstelle von der Hauptstraße aus.
Transport nach Versorgung des Unterschenkels durch die Bergretter ins Krankenhaus Füssen dann gegen 20:30 Uhr

Unfallhergang:
Bei einer Wanderung über den Gratweg vom Falkenstein kommend wurde das Bergsteigerpaar (Mitte 30) aus Ludwigsburg vom Regen überrascht und nahm eine Abkürzung.
In eine Weide eingestiegen und angeblich von wilden Stieren verfolgt.
Panische Flucht über mehrere Weidezäune talabwärts  Klamotten beider total zerrissen vom Stacheldraht.
Der Letzte Zaun wurde der Dame zum Verhängnis: Nach Sturz Unterschenkelfraktur.