Sie sind hier: www.bergwacht-fuessen.de » Aktuelles 
< Mehrere Einsätze am Freitagnachmittag
06.10.2018 Bergwacht Füssen / DM

Herz-/Lungenwiederbelebung

Füssen/Schwangau - Tegelberg/Marienbrücke:

Das akute Herz- Kreislaufversagen eines 64-jährigen herzkranken Urlaubers aus dem Harz zeigt, wie eine optimale Rettungskette in alpinen Gelände funktionieren kann, auch wenn es letztlich nicht zum Erfolg führte. Mit dem Eingang des Notrufs bei der integrierten Leitstelle Allgäu um 12.55 Uhr wurde von der ILS parallel zur Alarmierung der Einsatzkräfte der Bergwacht Füssen, des Rettungsdiensts  und eines Notarzthubschraubers aus Imst die Laienreanimation über das Telefon angeleitet. 17 Minuten nach dem Beginn der Reanimation durch die Ersthelfer waren die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Füssen am Aussichtspunkt des Gradweges zum Tegelberg, oberhalb der Marienbrücke und konnten die Reanimation professionell weiterführen. Im Minutentakt trafen die Rettungskräfte des bodengebundenen Füssener Notarztdienstes an der Einsatzstelle ein und verstärkten der Bergwacht. Weil eine Landung an der Einsatzstelle nicht möglich war, mussten der Arzt und der Sanitäter des Hubschraubers nach einer Zwischenlandung in Hohenschwangau mit dem Bergetau abgesetzt werden.

Zur Betreuung und Unterstützung der Ehefrau wurde noch während der laufenden Reanimation das Kriseninterventionsteam der Bergwacht hinzugezogen. In der modernen Rettungskette sind die Frauen und Männer des KID Berg wichtiges Glied um die mit dem plötzlichen Tod ihres Partners konfrontierte, allein inmitten der Menschenmassen Hohenschwangaus seiende Angehörige zu unterstützen. Die Unterstützung reicht vom einfachen Dasein, der Begleitung bei der Abschiednahme, der Sicherstellung des Fahrzeugs bis zum Rücktransport der Ehefrau in die Ferienwohnung am Ammersee. So endete der Einsatz für die Kräfte der Bergwacht letztlich gegen 20 Uhr.