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Bergwacht Füssen

Bergwaldbrand bei Weißbach a. d. Alpenstraße nahe Inzell

08.08.2026
Weißbach a. d. Alpenstraße / Inzell / Füssen: 05.-07.08.2026

Einige große Vegetations- und Bergwaldbrände in Bayern in den letzten Wochen und Monaten. Auch die Bergwacht Füssen war wieder unterstützend für die örtlichen Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung mit im Einsatz. Brände sind grundsätzlich Aufgabe der Feuerwehr, in diesem extremen Gelände geht es aber nur gemeinsam mit der Bergwacht und der alpinen Einsatzgruppe der Polizei.
Bergwaldbrand bei Weißbach a. d. Alpenstraße nahe Inzell

Weißbach a. d. Alpenstraße / Inzell / Füssen: 05.-07.08.2026

Einige große Vegetations- und Bergwaldbrände in Bayern in den letzten Wochen und Monaten. Auch die Bergwacht Füssen war wieder unterstützend für die örtlichen Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung mit im Einsatz. Brände sind grundsätzlich Aufgabe der Feuerwehr, in diesem extremen Gelände geht es aber nur gemeinsam mit der Bergwacht und der alpinen Einsatzgruppe der Polizei.

Am späten Dienstagabend wurde der Bergwacht Bayern in der extra für diese Fälle eingerichtete Gruppe „Vegetationsbrand Füssen“ die Verfügbarkeit von Spezialeinsatzkräften für einen unterstützenden Einsatz zu einem Bergwaldbrand in Weißbach a. d. Alpenstraße nahe Inzell abgefragt.

Hier kam es im völlig unzugänglichen alpinen Gelände zu ein Bergwaldbrand. Im Morgengrauen machten sich drei Vegetationsbrandspezialisten der Bergwacht Füssen auf den Weg zur Einsatzstelle, um dort letztendlich drei Tage die örtlichen Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten zu unterstützen. Die Bergwacht Füssen verfügt über insgesamt 6 dieser extra hierfür ausgebildeten Einsatzkräfte, welche allesamt bereits Einsatzerfahrung haben.

Da die motivierten Einsatzkräfte in der für diese Woche eingeteilten Dienstmannschaft waren musste natürlich auch hier schnell gehandelt werden, um die Einsatzbereitschaft im eigenen Dienstgebiet aufrecht zu erhalten. Die Dienste wurden von anderen Kameraden übernommen.

Vegetationsbrände sind nur von Hand auf dem Boden zu endgültig zu löschen. Aus diesem Grund war es die Aufgabe der Bergretter, nach Abschluss der Löscharbeiten aus der Luft, in teilweise extrem steilem Gelände die in Bäumen, Wurzelstöcken und im Boden befindlichen Glutnester gemeinsam mit der Feuerwehr ausfindig zu machen und abzulöschen. Hierbei übernimmt die Bergwacht die Sicherung der Einsatzkräfte am Berg gegen Absturz und ermöglicht es so erst der Feuerwehr tätig zu werden. Ebenso tragen die Bergretter die Verantwortung für die Sicherheit der Einsatzkräfte am Berg.

In den vergangenen Wochen waren 100te Spezialisten der Bergwacht Bayern bei rund 10 verschiedenen, teilweise großen Einsatzlagen im Katastrophenfall im Einsatz. Häufig waren die Brandursachen „trockene Gewitter“ – das heißt, Blitzschläge ohne nennenswerten Regen.

Die Bergwacht Bayern wird bei Bergwaldbränden im Alpenraum mit verschiedensten Spezialfähigkeiten wie Lastendrohnen, Spezialeinsatzkräften, Fahrzeugen, Flächendrohnen zur Lageunterstützung dies sogar mit Satellitenunterstützung und vielen mehr eingesetzt.

Die großen Waldbrände der letzten Wochen und Monaten in Bayern mit Beteiligung der Bergwacht:

Marquartstein, Oberwössen, Amberg, Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Bayrischzell… als Beispiele genannt. Der größte Einsatz war im Mai in Ruhpolding bei dem auch Einsatzkräfte der Bergwacht Füssen bis zu 14 Tage im Einsatz waren. Einsätze dieser Art werden sicher auf Grund der Klimaveränderung zunehmen. Die Bergwacht Bayern und auch Füssen ist darauf vorbereitet.

So ist die Bergwacht Bayern aktuell für das Thema Vegetationsbrand aufgestellt:

  • 7 Einsatzteams Drohnentechnik
  • 2 Lastendrohnen
  • 1 Flächendrohne für Lageerkundung (davon ein Pilot in Füssen)
  • Rund 80 Spezialeinsatzkräfte Vegetationsbrand (davon 6 in Füssen)
  • 3 Sondereinsatzanhänger Vegetationsbrand
  • 1 Führungsfahrzeug groß für Katastrophenlagen und Großeinsätze
  • 7 Führungsfahrzeuge als Unterstützung für Katastrophenlagen und Großeinsätze
  • 2 Fachberater Vegetationsbrand (davon einer in Füssen)