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Bergwacht Füssen

Sieben Einsätze an einem Tag für die Bergwacht Füssen

30.08.2026
Füssen/Schwangau: 29.08.2026

Insgesamt sieben, teilweise sehr aufwändige, Einsätze musste die Bergwacht Füssen gemeinsam mit weiteren Blaulichtorganisationen am vergangenen Samstag bewältigen.
Sieben Einsätze an einem Tag für die Bergwacht Füssen

Füssen/Schwangau: 29.08.2026

Insgesamt sieben, teilweise sehr aufwändige, Einsätze musste die Bergwacht Füssen gemeinsam mit weiteren Blaulichtorganisationen am vergangenen Samstag bewältigen.

Der einsatzreichteste Tag in diesem Jahr begann um Punkt 12 Uhr mit einer Alarmierung „bestätigte Rauchentwicklung“ am Alpsee. Die Bergwacht Füssen übernahm in schon gewohnter Weise die Sicherung der Feuerwehrleute in extrem steilen Absturzgelände am sogenannten Lobatboden.

Nach einem Blitzschlag waren in einem Bergwaldgebiet oberhalb des Alpsees Bäume in Brand geraten. Polizei, Feuerwehren aus Schwangau und Pinswang sowie die Bergwacht rückten zügig in das schwer zugängliche Gebiet aus. Der Brand war bereits am Samstagnachmittag unter Kontrolle – der Einsatz aber erst am Abend beendet. Letzte Glutnester mussten noch bis in die Dämmerung gelöscht werden. Dazu waren auch zwei Edelweiß-Hubschrauber der Polizei im Einsatz. Eine Maschine mit Wärmebildkamera und eine weitere für den Löscheinsatz. Eine Drohne des Technikteams Allgäu war ebenso mit einer Wärmebildkamera vor Ort um die Löschergebnisse zu kontrollieren.

Während dieses Brandeinsatzes erhielt der Einsatzleiter der Bergwacht Füssen bis in die Abendstunden 6 weitere Einsatzmeldungen von der integrierten Leitstelle übermittelt.

Es begann mit einer Sprunggelenksverletzung auf der Skiabfahrt des Tegelberg. Die Bergung des 61 Jährigen Wanderers wurde mit Unterstützung des Notarzthubschraubers Christoph 17 durchgeführt. Die parallel zu diesem Einsatz anfahrende zweite Einsatzmannschaft wurde in der Folge zu einer schmerzhaften Knieverletzung ebenso im Bereich oberhalb der Rohrkopfhütte alarmiert. Nachdem der Rettungshubschrauber den ersten Patienten im Krankenhaus ablieferte, ging eine Meldung über einen völlig erschöpften 14 Jährigen im Gelbe Wand Steig ein. Der Junge wurde gemeinsam mit seinem Vater ebenso per Luft aus der Wand geborgen. Gleichzeitig hierzu fuhr die Mannschaft der Bergwacht erneut den Tegelberg an. Diesmal an die Drehhütte zu einer jungen Dame mit einer Sprunggelenksverletzung.

Zwischen diesen Einsätzen kam ein Notruf vom Säuling zu einem Bergsteiger mit Kreislaufproblemen. Die Bergung erfolgte durch den Notarzthubschrauber Martin 2 aus Österreich. Den Abschluss an diesem Tag bildeten zwei blockierte und erschöpfte junge Männer im Tegelbergsteig, welche ohne Hilfe nicht mehr weiterkamen. Die beiden mussten die aktuell noch laufenden Löschmaßnahmen der Polizeimaschine Edelweiß abwarten, bis diese für die Bergung durch die Luftretter der Bergwacht Füssen und Steingaden geborgen werden konnten.

Die Bergwacht Füssen arbeitete an diesem Tag wieder einmal hervorragend mit der integrierten Leitstelle, der Polizei, der Feuerwehr, der Wasserwacht, den Hubschrauberbetreibern, dem Technik-Team der Region Allgäu und dem Landrettungsdienst zusammen. An diesem besonderen Einsatztag wurde die Bergwacht Füssen und Kaufbeuren auch durch vier Kameraden der Bergwacht Steingaden tatkräftig unterstützt. Im Einsatz waren an diesem Tag über 20 Einsatzkräfte der Bergwacht.

Am darauffolgenden Sonntag war die Bergwacht Füssen zusammen mit der Feuerwehr Schwangau noch einmal am ehemaligen Brandherd, um die Löschergebnisse zu kontrollieren und um sicher zu gehen, dass es keine weiteren Glutnester mehr gibt.

Allen beteiligten Organisationen wieder einmal ein herzliches Dankeschön für die hervorragende Zusammenarbeit.