EINSATZZAHLEN
Seit bestehen der Bergwacht Füssen im Jahr 1947 leistete die Bereitschaft über 4.000 dokumentierte Einsätze.
Alleine auf die letzten 10 Jahre entfallen hiervon 1.458 Einsätze. Die Besonderheit der Bergwacht Füssen ist, dass es sich hierbei zum größten Teil (97%!) um Einsätze abseits von Skipisten handelt.
Einsätze in Skigebieten werden durch die bezahlte Skiwacht, welche während des Skibetriebes ohnehin vor Ort ist, durchgeführt. Das Personal für die Skiwacht stellen die Bergwachtbereitschaften.
Die Einsätze sind teilweise extrem aufwändig und verlangen den Bergretterinnen und Bergrettern alles Können ab.
EINSÄTZE 2025
Im Jahr 2025 wurden 150 Einsätze der Bergwacht Füssen dokumentiert. Das waren gerade mal 2 Einsätze weniger als im vergangenen Rekordjahr.
Zu diesen Einsätzen kommen noch 40 Krankentransporte, welche die Bergwacht Füssen im Anschluss an Ihre Einsätze am Berg durchgeführt hat, um den Landrettungsdienst zu entlasten. Somit kam die Bergwacht Füssen im Jahr 2025 zu 190 dokumentierten rettungsdienstlichen Hilfeleistungen.
Die Bergwacht Füssen ist, ohne die Berücksichtigung von Einsätzen in Skigebieten, eine der einsatzstärksten Bereitschaften in ganz Bayern.
Die Bergretter waren im Jahr 2025
insgesamt 1.615 Stunden im Einsatz. Neben dieser Vielzahl an Einsätzen
wurden die 58 aktiven Einsatzkräfte und 4 Anwärter in 96
Ausbildungen mit 3.180 Stunden in den Themen Bergrettung/Bergsteigen
Sommer wie Winter, Fahrzeuge, Notfallmedizin, Luftrettung und Naturschutz
intensiv auf die teils sehr anspruchsvollen Einsätze vorbereitet.
Es ist zu erwarten, dass der
stetig ansteigende Tourismus und der Drang vieler, auch von einheimischen, in
die Bergwelt zu entfliehen weiterhin zu vielen Einsätzen führen wird.
DIENSTGEBIET
Die Bergwacht Füssen betreut eines der größten Dienstgebiete im Allgäu von Buching bis zum Weißensee und von der österreichischen Grenze bis hinter Lengenwang mit unzähligen Forst- und Wanderwegen aber auch hochalpinem Gelände in den Ammergauer Bergen.
Mit dem Tegelberg und den Königschlössern haben wir ganzjährig Tourismusmagnete mit Besuchern aus der ganzen Welt.
Unser Dienstgebiet bietet Möglichkeiten für nahezu alle alpinen Sportarten auf deren Rettung wir vorbereitet sein müssen.
Hervorzuheben sind hier die drei Klettersteige am Tegelberg, die Startrampen für Gleitschirmflieger am Tegelberg und Buchenberg und die Tegelbergbahn, welche viele Touristen auf den Berg befördert.
DIENST-STRUKTUR UND ZEITBEDARF
Einsatzbereit 24 Stunden, 7 Tagen die Woche und 365 Tage im Jahr.
Im Dienst sind immer ein Einsatzleiter und 4 Bergretter aus der Mannschaft. Einer der vier braucht eine besondere Qualifikation als Luftretter.
Alleine das bedeutet schon einen Zeitaufwand von 43.800 Stunden pro Jahr.
Rechnerisch sind das ca. 6 Wochen Dienst pro aktive Einsatzkraft im Jahr.
In der Praxis jedoch ist es nicht jeder AEK, aus privaten oder berufflichen Gründen, möglich diese Ø Zahl an Diensten ständig zu bedienen, so gibt es einige weinge Bergretter, welche über eine halbes Jahr in Dienstbereitschaft stehen.
