Bergwacht Füssen

Bergwaldbrand in Ruhpolding

13.05.2026
Ruhpolding / Füssen: 13.05.2026

Am Sonntag, 04. Mai 2026 wurde ein Feuer am Saurüsselkopf bei Ruhpolding entdeckt und führte in der Folge zu einem der größten Waldbrand-Katastropheneinsatze in Bayern jemals. Auch die Bergwacht Füssen war mit Spezialisten und helfenden Händen vor Ort.
Bergwaldbrand in Ruhpolding

Ruhpolding / Füssen: 13.05.2026

Am Sonntag, 04. Mai 2026 wurde ein Feuer am Saurüsselkopf bei Ruhpolding entdeckt und führte in der Folge zu einem der größten Waldbrand-Katastropheneinsatze in Bayern jemals. Auch die Bergwacht Füssen war mit Spezialisten und helfenden Händen vor Ort.

Über diesen Großeinsatz wurde in zahlreichen Medien und Kanälen sehr viel berichtet und gepostet. Hier ein Kurzbericht aus Sicht der Bergwacht Füssen:

Tagesablauf:

06:30 Uhr Treffpunkt für die Einsatzkräfte in der Chiemgau Arena (Biathlonstation) und gegen 19:00 Uhr Einsatzende. Zwischendrin etwas trinken und essen und weiter geht’s. So waren die Einsatzkräfte täglich über 12 Stunden im Einsatz.

Insgesamt waren es 10 Tage Katastrophenlage und die Bodentrupps der Bergwacht kamen von Freitag bis Mittwoch zum Einsatz. Die Bergwacht Füssen konnte die Kameraden aus Ruhpolding mit insgesamt 10 Einsatzkräften, welche sich über die Dauer hinweg abwechselten, unterstützen. Dabei waren 1 Fachberater Bergwacht im Führungsstab, 1 Drohnenspezialist, 1 Bergführer, 7 Aktive Einsatzkräfte für die Sicherung der Feuerwehrleute am Berg und als Flughelfer an der Lastendrohne. Im Durchschnitt waren 3-5 Füssener täglich in Ruhpolding vor Ort und leisteten weit über 400 Stunden Dienst.

Solche Lagen braucht keiner, aber es ist sehr schön und beruhigend, dass die Hilfsorganisationen wie die vielen freiwilligen Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden, die Polizei, das BRK, die Bergwacht aus ganz Bayern, dem bayerischen Staatsforsten und auch die Bundeswehr in solchen Situationen zusammenwachsen und bedingungslos helfen. Herauszuheben ist bei diesem Einsatz die sehr gute Zusammenarbeit aller Organisationen und vor allem der Führungsstab welche die täglich bis zu 400 Einsatzkräfte in schwierigen Situationen lenkte und versorgte.

Die Bergwacht Bayern stellte unter anderem auch innovative Einsatzmöglichkeiten, wie eine Erkundungsdrohne „Trinity“, welche jeden Morgen sehr detaillierte Informationen über noch vorhandene Glutnester und Brandherde gab sowie die Lastendrohne „Carry“, welche mehrere Tonnen Sicherungsmaterial, Löschmittel und Feuerwehrmaterial sowie Essen und Getränke über mehrere hundert Meter auf den Berg und vom Berg herab transportierte. Auch hier waren Füssener Einsatzkräfte beteiligt.

Der Einsatz endet für die Bergretter aus Füssen am heutigen Mittwoch und die Bergwacht bedankt sich bei den Kameraden aus Ruhpolding für die liebevolle Aufnahme in den vergangenen Tagen, es war uns eine Ehre Euch zu helfen.