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Bergwacht Füssen

„Hauptsaison“ für die Bergwacht Füssen vorüber – bisherige Bilanz

07.11.2026
Füssener Land: 07. November 2026

Nicht immer in der Öffentlichkeit präsent und mit jedem Einsatz umgehend in den sozialen Medien oder im Fernsehen und Mediatheken vertreten sein, sondern einfach nur helfen, wenn Mensch oder Tier in den Bergen oder unwegsamen Gelände in Not geraten, dafür steht die Führung der Bergwacht Füssen. Auch wenn die Bereitschaft im bisherigen Jahr 2026 wieder so viele - teilweise anspruchsvolle - Einsätze zu verzeichnen hat, wie im Rekordjahr 2024 und damit zu einer der einsatzreichsten Bereitschaften in ganz Bayern zählt.
„Hauptsaison“ für die Bergwacht Füssen vorüber – bisherige Bilanz

Füssener Land:  07. November 2026

Nicht immer in der Öffentlichkeit präsent und mit jedem Einsatz umgehend in den sozialen Medien oder im Fernsehen und Mediatheken vertreten sein, sondern einfach nur helfen, wenn Mensch oder Tier in den Bergen oder unwegsamen Gelände in Not geraten, dafür steht die Führung der Bergwacht Füssen. Auch wenn die Bereitschaft im bisherigen Jahr 2026 wieder so viele – teilweise anspruchsvolle – Einsätze zu verzeichnen hat, wie im Rekordjahr 2024 und damit zu einer der einsatzreichsten Bereitschaften in ganz Bayern zählt.

Bis zum Ende der Herbstferien wurden die Bergretterinnen und Bergretter der Bergwacht Füssen bereits zu 138 Einsätzen gerufen und halfen dabei über 170 Personen sich aus Ihrer misslichen Lage zu befreien. Zu diesen Einsätzen hinzu kommen noch 27 Krankentransporte in das Krankenhaus Füssen. Allein im August mussten die Einsatzkräfte 29 Mal ausrücken um verletzten, erkrankten oder erschöpften Menschen zu helfen oder auch bei Naturereignissen wie Vegetationsbränden mit Ihren Fähigkeiten zu unterstützen. Mit 7 Einsätzen war der 29. August ein Tag, an dem die Retter der Bergwacht Füssen erst am Abend wieder zur Ruhe kamen.

Verletzungen der unteren Extremitäten wie Sprunggelenks- oder Knieverletzungen war die häufigste Ursache für einen Notruf, gefolgt von erschöpften oder blockierten Personen, welche ohne Hilfe der Bergretter nicht mehr weiterkamen. Steigend sind die Zahlen von internistischen Notfällen wie Krampf- und Schlaganfällen, anaphylaktischen Reaktionen, Kreislaufbeschwerden bis hin zu Herz-Kreislaufstilständen. Für zwei Männer kam leider jede Hilfe zu spät und sie verstarben an den Folgen Ihrer Erkrankung. Zwei weitere verstarben nach Abstürzen beim Bergsteigen bzw. Drachenfliegen.

An Ostern wurde die Bergrettung auch zu einem der seltenen Lawineneinsätzen gerufen, bei dem Gott sei Dank alle Beteiligten lebend gerettet werden konnten. Auch eine Tierrettung einer Katze in einem Baum am Kobelhang war mit dabei.

Ebenfalls waren Füssener Bergretterinnen und Bergretter an großen Einsätzen zu Vegetationsbrandbekämpfung mit Ihren Spezialeinsatzkräften beteiligt. So waren diese über mehrere Tage zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte in Ruhpolding und Inzell, um dort die Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten im steilen Absturzgelände zu sichern. Auch im Dienstgebiet, im Alpseekessel, wurde nach einem Blitzeinschlag ein Brandherd mit Unterstützung der Füssener Bergretter durch die Feuerwehren Schwangau und Pinswang gelöscht.

Das Alter der Patientinnen und Patienten reichte hier von 14 Monaten bis zu 88 Jahren und die Herkunft erstreckte sich auf die ganze Welt, wobei der größte Teil aus Deutschland stammt und es sich um Tagestouristen handelt.

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt waren die rein ehrenamtlichen Retter knapp 2.000 Stunden im Einsatz und haben sich neben dem reinen Rufbereitschaftsdienst von 5 Rettern an 365 Tagen und 24 Stunden an zahlreichen örtlichen, regionalen und überregionalen Ausbildungen fit gehalten, um im Einsatzfall die Hilfe am Berg und im unwegsamen Gelände im Füssener Land zu gewährleisten. Ebenso engagieren sich einige der Füssener Bergwachtler aktiv als Fachausbilder bei regionalen und überregionalen Fort-, Aus- und Weiterbildungen, um die Sicherheit für Patienten und Retter stets auf bestmöglichem Niveau zu halten.

Nun bleibt für die Bergretterinnen und Bergretter abzuwarten, was das restliche Jahr so mit sich bringt. Gut ausgebildet und motiviert sind sie auf jeden Fall und bereit für weitere Hilfeleistungen am Berg und im unwegsamen Gelände im Füssener Land.